Können Sie vom Schreiben leben?
Nein – und das ist auch nicht meine Intention.
Mein Schreiben und Publizieren basiert nicht auf einer Marktlogik und geschieht größtenteils abseits des literarischen Feldes:
Ich genieße die Freiheit, unabhängig von Buchhandel, Förderungen, Stipendien, Preisen und Veranstaltungen zu sein.
Die Arbeit an meinen Büchern findet neben Brotberuf und Familie, Ehrenamt und Hausarbeit statt. Sie entspringt den Nischen des Alltags und ist in mein Leben eingewebt: Ich gehe mit meinen Aphorismen spazieren und ins Bett, schreibe morgens eine Stunde oder schaffe mir an den Wochenenden kurze Auszeiten – und zur Fertigstellung eines Buchs nehme ich mir Urlaub.
Ich habe das Glück, immer wieder aufs Neue zu erleben: Kaum etwas ist so bereichernd, wie seine Leidenschaft zu leben – und mit der Welt zu teilen. Mein Schreiben ist ein Geschenk – und in dieser Hinsicht unbezahlbar.
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