Angenehm schwer liegt das Buch in der Hand, schlicht und elegant ist es gestaltet, Seite um Seite dickes Papier nach höchstem Standard für Ökoeffektivität – damit wird die äußere Form von „Der vielleicht größte Schatz“ seinem gewichtigen Inhalt nur gerecht. Höchst trefflich platziert Markus Mirwald die Kernaussage seiner Aphorismen quasi ins Zentrum seines Buchs.

„Kaum etwas ist uns so nah und gleichzeitig so schwer begreiflich wie die Perspektive, mit der wir in die Welt blicken.“

Jawohl, Herr Mirwald! Hält sich doch das, was durch unsere Augen schaut und durch unsere Ohren hört, nur allzu gern am Sicherheitsgurt vorgefasster Meinungen fest. Dabei kann ein Sichtwechsel so erfrischend sein. Wie Lichtstrahlen dringen Mirwalds Aphorismen in die Gewohnheitsmuster unseres Denkens, Meinens, Fühlens ein und zeigen dort, wo nebulöse Dunkelheit herrscht, erhellend neue Möglichkeiten auf.

Gleichzeitig kennt der Autor keinen Zynismus. Er kommt weder als Besserwisser noch mit erhobenem Zeigefinger daher, sondern entpuppt sich als wahrer Menschenfreund. So oft ich mich in seinen Bildern und Formulierungen auch selbst ertappen durfte, es fühlte sich jedes Mal an, wie ein freundlicher Stupser – wie eben jene Einladung, die vermeintlichen Grenzen des Möglichen zu sprengen.

Was für ein schönes Geschenk – wenn man bedenkt, dass ein einziger Gedanke die Welt verändern kann.

Gabi Dallas